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Beauty · 20. Oktober 2020

Beauty-Trends 2020: was bleibt, was geht

Klima, Bewusstsein, Lieferketten: Welche Veränderungen in der Kosmetikbranche dieses Jahr ausgelöst hat — und welche davon mehr sind als Marketing.

Beauty-Trends 2020: was bleibt, was geht

2020 war für die Kosmetikbranche ein Bruch. Lieferketten waren über Monate unterbrochen, Verbraucher haben ihren Konsum überdacht, und das Klimathema ist endgültig auch in den Pflegeregalen angekommen. Wir haben uns Anfang des Jahres in Ruhe hingesetzt und überlegt, welche Verschiebungen mehr sind als Marketing-Wellen.

Was bleibt

Weniger Schritte, mehr Wirksamkeit. Die zehnstufige Routine hat ihren Höhepunkt überschritten. Was sich durchsetzt, sind drei bis vier Produkte, die aufeinander abgestimmt sind und reale Wirkstoff-Konzentrationen liefern.

Bioverfügbarkeit statt Inhaltsstoff-Theater. Es ist nicht mehr genug, einen Hero-Inhaltsstoff in der Liste stehen zu haben. Verbraucher fragen — zu Recht — wie tief er in die Haut eindringt, wie lange er dort bleibt und ob die Konzentration überhaupt funktional ist.

Regionale Wertschöpfung. “Made in Germany” hat 2020 wieder einen anderen Klang bekommen. Nicht aus Patriotismus, sondern aus Lieferketten-Realität: kürzere Wege bedeuten kürzere Krisen.

Was wir abhaken können

  • Glitter-Mascara mit Mikroplastik als Innovationsversprechen
  • “Detox”-Marketing ohne nachvollziehbare Grundlage
  • Saisonale Farbpaletten, deren Produktionsmengen die Halbwertszeit eines Instagram-Posts übersteigen

Was 2021 wichtig wird

Wir sehen drei Themen, die sich abzeichnen: Mikrobiom-Pflege, ehrliche Refill-Systeme jenseits des Marketing-Stadiums, und eine breitere Akzeptanz, dass Pflege ein langsames Geschäft ist. Die letzte Erkenntnis ist für uns die wichtigste — denn sie deckt sich mit der Art, wie wir COBH PRO von Beginn an aufgebaut haben.

Verfasst von COBH PRO.